Paartherapie
"Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort – dort treffen wir uns." (Rumi)
Manchmal sind bereits zu Beginn einer Beziehung Herausforderungen da, deren Überwindung schier unmöglich sind. Teilweise können aber auch erst mit der Zeit die Belastungen oder Routinen des Alltags, die Verantwortung einer Kinderbetreuung, nicht abgesprochene Aussenbeziehungen, unbefriedigte Bedürfnisse, misslungene Kommunikation, Eifersucht oder andere Gründe dazu führen, dass sich Menschen in Partnerschaften entfremden. Häufige Konflikte und/oder der Verlust der Verbindung zum:r Partner:in sind oft die Folge.
Emotionsfokussierte Paartherapie
Ich arbeite nach dem Ansatz der Emotionsfokussierten Paartherapie (EFT) nach Dr. Sue Johnson. Dabei geht diese Therapieform davon aus, dass es in der Liebe und somit in der Partnerschaft darum geht, eine tiefe emotionale Verbindung zu erleben. Wir suchen jemanden, auf den wir uns verlassen können, bei dem wir uns geborgen fühlen.
Dieser Ansatz hat seine Wurzeln in der humanistischen Psychotherapie und stützt sich vor allem auf die Bindungstheorie sowie die systemtheoretische Grundlagenforschung. Paare werden darin unterstützt, negative Interaktionsmuster zu erkennen und zu verändern. Gleichzeitig wird direkt in der Therapie die Bindung zwischen den Partner:innen gestärkt bzw. eine sichere Bindung erarbeitet. Der Fokus liegt auf den Emotionen in der Beziehung zu unserem:r Partner:in, aber auch zu uns selbst, sowie auf dem uns allen angeborenen Bedürfnis nach Bindung und Bindungssicherheit.
Die EFT ist empirisch gut untersucht. Studien berichten, dass 70–75 % der Paare ihre Krise überwinden und 90 % eine signifikante Verbesserung erleben.
Themenfokussierte Gespräche
Manchmal stehen nicht Konflikte im Vordergrund, sondern spezifische Probleme oder Themen, bei denen in einem geschützten Rahmen gemeinsam Ideen sowie Lösungen/Kompromisse erarbeitet werden sollen. Beispiele können sein:
- Kommunikationsprobleme
- Eifersucht
- Aussenbeziehungen (abgesprochen / nicht abgesprochen)
- Änderung der Beziehungsform
- Präventiv-Beratung, z. B. gemeinsame Aufarbeitung der Biografie/Bindungsgeschichte
- Sexuelle Unzufriedenheit oder Dysfunktionen
- Gemeinsame Haushaltsführung / Ordnung
- Terminplanung/Organisation
- usw.
Ablauf
Die erste Sitzung ist ein Kennenlerngespräch. Hier geht es darum, herauszufinden, ob sich alle Seiten eine Zusammenarbeit vorstellen können. Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen des Paares werden mit meinem Angebot abgeglichen. Gemeinsam werden Ziele und das weitere Vorgehen festgelegt.
Je nach Verlauf kann es sinnvoll sein, dass zwischen den Paargesprächen Einzelgespräche mit den Partner:innen stattfinden, um in einem geschützten Raum die eigenen Bedürfnisse, Ängste oder prägende biografische Erlebnisse zu explorieren.
Eine Frequenz der Sitzungen alle ein bis zwei Wochen hat sich bewährt, wobei dieser Abstand mit der Zeit vergrössert werden kann.
Paartherapie in Uster
Paartherapien finden in Uster bei Paarberatung & Mediation im Kanton Zürich statt; Informationen unter folgenden Links: